Philosophie

Der Endzweck des Taekwon-Do richtet sich darauf, den Kampf auszurotten. Das soll dadurch geschehen, dass die Unterdrückung des Schwächeren durch den Stärkeren eingeschränkt wird mit Hilfe einer Kraft, die auf Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Moral, Weisheit und Glauben basiert und somit dazu beiträgt, eine bessere und friedlichere Welt zu schaffen. Jede zum Taekwon-Do gehörende Bewegung wurde zu einem bestimmten Zweck mit wissenschaftlicher Gründlichkeit konzipiert; ein guter Lehrer kann deshalb jedem Schüler das Gefühl vermitteln, dass er erfolgreich sein kann. Durch dauerndes Wiederholen lernt man Geduld, Entschlossenheit und jede Schwierigkeit zu überwinden. Die enorme Stärke, deren der eigene Körper fähig ist, führt zu dem Gefühl, dass man jedem Gegner zu jeder beliebigen Zeit und an jedem beliebigen Ort entgegentreten kann. Durch das „Sparring“ lernt man Bescheidenheit, Mut, Aufmerksamkeit und Präzision, Anpassungsfähigkeit und Selbstbeherrschung. Durch die Übungsformen lernt man Flexibilität, Anmut, Gleichgewicht und Koordination, während die Grundübungen die Präzision fördern und zum Verständnis der Methoden, Grundsätze und Ziele beitragen. Im Endeffekt wirkt sich dieses Training auf jede bewusste und unbewusste Handlung eines Schülers aus. So bietet denn Taekwon-Do die Möglichkeit zur strengen, freiwilligen Selbstdisziplin, wie auch den Geist der Zusammenarbeit und gegenseitigen Respekt. (Aus: Taekwon-Do (Der koreanische Weg der Selbstverteidigung): ein Buch für Anfänger und Fortgeschrittene von General Choi Hong Hi / übersetzt von Robert Walson, 5. Dan.: Dreieich: Budo-Verlag, 1987.)